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DEGUZ Newsletter Ausgabe Nr. 2, Herbst 2017
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Für Sie gelesen

Mercury and Autism Relationship Confirmed in Longitudinal Study
Eine Langzeitstudie aus Korea belegt den Zusammenhang zwischen Blut-Quecksilber-Konzentration in der späten Schwangerschaft und frühen Kindheit mit vermehrt autistischem Verhalten bei Kindern im Alter von 5 Jahren.

Beitrag eingereicht von Florian Schulze, gefunden auf: worldmercuryproject.org

Knochenabbau durch Kunststoffmonomere?
Aufgrund der in der Zahnmedizin weit verbreiteten Verwendung von Kompositwerkstoffen ist die mögliche Belastung der Patienten mit Kunststoffmonomeren ein wichtiges Thema. Vor diesem Hintergrund untersuchte eine aktuelle Studie die Wirkung verschiedener Monomere auf die für den Knochenaufbau wichtigen Osteoblasten (Kraus et al., J Dent 2017; 65: 76-82). Die Testreihe zeigte zytotoxische Effekte für BisGMA, UDMA, TEGDMA und HEMA, in abnehmender Reihenfolge. Die osteoblastenschädigende Wirkung war bereits bei Monomer-Konzentrationen zu beobachten, die Eluationsstudien zufolge der Situation in der Mundhöhle nahekommen könnten. Damit könnten die aus Kompositwerkstoffen freigesetzten Monomere den parodontalen und peri-implantären Knochenabbau begünstigen. Der Nachweis von Kunststoffmonomeren im Speichel ist das Ziel eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Charité-Universitätsmedizin und des IMD Berlin und soll im Laufe des nächsten Jahres für die Routine-Diagnostik verfügbar werden.

Beitrag eingereicht von Dr. rer. nat. Katrin Huesker, IMD-Berlin

Laborresultate erklärt

Welche Erklärung gibt es dafür, dass einige Patienten erhöhte Quecksilberspiegel im EDTA-Blut zeigen, obwohl sie kein Amalgam im Mund haben und auch keinen Fisch essen?

Da Quecksilber keine physiologische Funktion hat, gilt grundsätzlich „je weniger desto besser“. Auch bei geringen Gesamt-Quecksilberspiegeln im Blut ist eine Beeinträchtigung des Spurenelementhaushaltes und der endogenen antioxidativen Kapazität nicht auszuschließen. Erhöhte Spiegel bis etwa 5 μg/L sind noch als leichte Belastungen anzusehen. Für die Einschätzung ihrer Schädlichkeit ist die Belastungsdauer besonders wichtig. Handelt es sich um eine gelegentliche Exposition – zufällig zum Zeitpunkt der Blutuntersuchung – oder resultiert der Messwert aus einer permanent vorhandenen Quelle? Diese Unterscheidung erfordert neben einer möglichen Kontrolle des Quecksilberwertes (nach etwa drei bis vier Monaten) eine Abklärung der individuellen Essgewohnheiten. Neben Fisch, Muscheln und Meeresfrüchten können auch zahlreiche weitere Lebensmittel mit Quecksilber belastet sein. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte z. B., dass der Quecksilbergehalt in Gemüse im Durchschnitt ein Drittel des Gehaltes in Fisch beträgt, Geflügel und anderes Fleisch sogar 70-80 %. Der Belastungsgrad der Agrarprodukte hängt dabei von der Umweltbelastung ab. Obst und Gemüsesäfte sowie Weine können in Einzelfällen sogar hohe Quecksilbermengen enthalten, v. a. wenn sie in der Nähe von Fernverkehrsstraßen, Müllverbrennungsanlagen oder Kohlekraftwerken wachsen. Früchte können auch durch quecksilberhaltige Spritzmittel belastet sein, v. a. auch bei importierten Früchten. Die unmittelbare inhalative Belastung aus Abgasen, Kaminen oder auch über Tonerstäube stellen weitere mögliche Belastungsquellen dar.

Eine weitere Ursache geringer aber konstanter Quecksilberspiegel kann auch der Austausch zwischen Gewebe und Blut sein. Die Quecksilberquelle stellt in diesem Fall der Gewebe-Speicherpool aus früheren Exposition dar. Diese „Quelle“ wäre nur durch eine Chelattherapie (Ausleitung) langsam abzubauen.

Interview mit Lutz Höhne

Die Verwendung von Amalgam ist weder gesundheitlich noch ökologisch vertretbar
Amalgam sollte nicht länger als Zahnfüllung verwendet werden, sagt der 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin, Lutz Höhne. Denn das Material setzt Quecksilber frei und macht Patienten dadurch krank. Höhne plädiert zudem dafür, bestehende Amalgam-Füllungen zu entfernen − auch wenn dies Herausforderungen mit sich bringt.

Beitrag eingereicht von Annabell Meyer, ganzer Beitrag auf: zahnvorsorge.plus

Aktuelle Publikationen

IMPACT OF RANTES FROM JAWBONE ON CHRONIC FATIGUE SYNDROME J OF BIOLOGICAL REGULATORS JBRHA Vol. 31, no. 2, 321-327 (2017) - Dr. med. Johann Lechner, Dr. rer. nat Katrin Huesker, Dr. med. Volker von Baehr

Das Abstract kann eingesehen werden unter: www.biolifesas.org/contentsJBRHA.htm
JBRHA 31, No. 2, April - June 2017, sowie: www.ncbi.nlm.nih.gov in PubMed.

Eine weitere Publikation „Silent Inflammation in the Jaw and Neurological Dysregulation - Case study linking RANTES/CCL5 overexpression in jawbone with chemokine receptors in the central nervous system“ ist als Fallschilderung zur Verbindung von ZNS, „systemischer Störfeldwirkung“ durch RANTES/CCL5 und „silent inflammation“ im Kieferknochen im Journal of Dental and Oral Health. Volume 3 • Issue 3 • 068, 03-2017 erschienen.

Zum Download: http://scientonline.org

Sachverständige/Gutachter für UZM und UZT

Gutachter Dr. Johann Lechner
Im letzten DEGUZ- Newsletter werden Sachverständige/Gutachter für UZM/UZT gesucht: Da ich geprüfter Sachverständiger für ganzheitliche Zahnmedizin/Oralmedizin bin - wahrscheinlich der erste in Deutschland (siehe Urkunde) -, darf ich mich hier für DEGUZ–Kollegen oder deren betroffener Patienten anbieten. Zum Hintergrund meiner sachlichen und wissenschaftlich anerkannten Kompetenz in vielen solcher auftretenden Streitfragen bietet die Wissenschafts-Plattform RESEARCHGATE einen guten Überblick: 

Link öffnen: researchgate.net

IG Umwelt Zahn Medizin

Neue Website - endlich online!
Die Gründung der IG Umwelt Zahn Medizin durch Florian Schulze war erfolgreich. Ab sofort steht Ihnen die Webseite, auf der man mehr über seine Arbeit erfahren kann, zur Verfügung.

IG Umwelt Zahn Medizin, Weserstr. 165 in D-12045 Berlin
Ansprechpartner: Florian Schulze
www.ig-umwelt-zahnmedizin.de

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Aktuelle Veranstaltungen

Hier gelangen Sie zur Fortbildungsübersicht der DEGUZ.
Wir freuen uns auf Sie! Bei Fragen zu einzelnen Kursen wenden Sie sich bitte an unsere Kollegen aus der Geschäftsstelle: +49 (0)30 769 045 20

Einladung zur internationalen Strategietagung für ein Amalgam-Verbot in Europa / Berlin, 20./21.11.2017

Der Weltverband für quecksilberfreie Zahnmedizin und die IG Umwelt Zahn Medizin laden Sie nach Berlin für eine zweitägige Konferenz ein, um eine gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, mit der wir die Politik bei der Umsetzung des Amalgam-Ausstiegs unterstützen können. Dafür brauchen wir Sie und Ihre Erfahrung. Wir erwarten bereits Vertreter von NGOs aus zahlreichen Mitgliedstaaten und Experten aus verschiedenen Bereichen.

Für den ersten Konferenztag haben wir Mitarbeiter des Bundestages und des europäischen Parlaments eingeladen und werden Vorträge von Spezialisten über erfolgreiche Presse- und Campagnenarbeit hören (die Vorträge werden auf Englisch gehalten). Am Nachmittag und am folgenden Tag werden wir uns dann zusammensetzten und die Voraussetzungen und Möglichkeiten der einzelnen Mitgliedsstaaten besprechen und unsere gemeinsame Strategie entwickeln. Nebenbei wollen wir unser Treffen aber auch dafür Nutzen, die neue Bundesregierung medienwirksam dazu aufzufordern, die Errungenschaften der EU gewissenhaft umzusetzen und weitreichende Massnahmen auf den Weg zu bringen. (Ein gemeinsamer Phototermin vor dem Brandenburger Tor ist hierfür vorgesehen). Der Tagungsort ist in der Okerstraße 35 in Berlin und wir haben für unsere Gäste ausreichend Zimmer im Mercure Hotel Berlin Tempelhof vorgemerkt. Die Kosten für die Übernachtung übernehmen wir (Zimmeraufschläge müssten selbst getragen werden). Bitte reisen Sie am Sonntag, den 19. November, an. Die Konferenz beginnt am Montag, den 20. November, früh morgens und endet am Dienstag, den 21. November, nachmittags, sodass Ihnen noch genug Zeit für die Heimreise bleibt. Am Montagabend wird ein großes gemeinsames Dinner stattfinden.

Bitte kommen Sie im November nach Berlin und helfen uns, eine Strategie zu entwickeln, damit die Verwendung von Amalgam in Europa endlich ein Ende findet. Über eine rechtzeitige Zusage würden wir uns sehr freuen. Anmeldungen an: florian.schulze@ig-umwelt-zahmedizin.de

Grundlagenseminar ZahnMedizin für Mediziner

Berlin
DEGUZ e.V. und dbu e.V.

Parodontitis - eine Multisystemerkrankung

Merklingen (bei Ulm)
DEGUZ e.V.