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DEGUZ Newsletter Ausgabe Nr. 5, Sommer 2018
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1. Laborresultate erklärt

Mannose-bindendes Lektin (MBL)

Das MBL ist ein Serumeiweiß, welches für die unspezifische Immunabwehr in der Schleimhaut wichtig ist. Ein Mangel erhöht die Neigung zu Parodontopathien, Aphten und verzögerter Wundheilung.

Die Vermehrung und Translokation von parodontopathogenen Bakterien werden in der oralen Schleimhaut vor allem von Granulozyten kontrolliert. Sie nehmen Bakterien auf und töten sie ab. Voraussetzungen dafür ist, dass die Erreger  neben Antikörpern oder Komplementfaktoren auch durch MBL markiert werden, was die Erkennung der Keime und die Aufnahme in die Granulozyten (Phagozytose) erleichtert. Die unkomplizierte Aufnahme in die Granulozyten limitiert insofern ein unkontrolliertes Entzündungsgeschehen, da die Granulozyten ohne vorherige Opsonierung stärker aktiviert werden, um ihrer „Abräumfunktion“ gerecht zu werden.

Ein Mangel an MBL in der Schleimhaut kann über den Serumspiegel nachgewiesen werden. Verminderte Werte im Serum treten in ca. 10 % der bei uns untersuchten Fälle auf. Ein absoluter MBL-Mangel ist in unserer Bevölkerung bei 2-5 % vorhanden. Eine therapeutische Substitution des MBL ist nicht möglich. Das Wissen um einen MBL-Mangel ist aber insofern von therapeutischer Bedeutung, als dass man bei diesen Patienten mit nachgewiesenem Schleimhaut-Immundefizit eher zurückhaltend mit zusätzlichen lokalen antientzündlichen (weil immer auch immunsuppressiven) Maßnahmen ist. Man würde zusätzliche lokale antientzündliche Behandlungen (ätherische Öle, Omega-3-Fettsäuren,  etc.) allenfalls in Erwägung ziehen, wenn diese durch eine nachgewiesene genetisch bedingte Entzündungsneigung, d.h. einen TNF-a/IL1-/IL1RA-Genotyp Grad 3 oder 4, gerechtfertigt ist.

Abb. In dem hier vorliegenden Fall liegt nicht nur ein MBL-Mangel vor sondern gleichzeitig ein IgA-Mangel, was die Schleimhautimmunität in doppelter Weise reduziert. 

2. IG Umwelt-ZahnMedizin

Amalgamverbot: Was wird aus der Mehrkostenregelung?

Für Zahnfüllungen an Milchzähnen, bei unter 15-Jährigen, Schwangeren sowie stillenden Müttern darf ab 1. Juli EU-weit das quecksilberhaltige Amalgam nicht mehr verwendet werden, außer dies sei medizinisch unbedingt erforderlich. Amalgam kommt für diese Personengruppe nur noch dann zum Einsatz, wenn der Zahnarzt dessen Verwendung wegen der spezifischen medizinischen Erfordernisse beim jeweiligen Patienten weiterhin als zwingend notwendig erachtet. Nun soll diese Patientengruppe kostenlos mit Kunststofffüllungen versorgt werden…. Den vollständigen Bericht lesen Sie hier: http://bit.ly/2ISRSff

IG Umwelt Zahn Medizin
Florian Schulze
florian.schulze@ig-umwelt-zahmedizin.de

3. Arbeitskreis Umwelt-ZahnTechnik

Nachlese zur 10. Jahrestagung

Nach der Jahrestagung ist vor dem Postcurriculum in Berlin und der nächsten Jahrestagung, dazwischen liegen Tage und Wochen der Vorbereitung auf neue und alte Projekte, aber auch ganz wichtig die Nachbetrachtung der abgeschlossenen Veranstaltungen, wie der 10. Jahrestagung der DEGUZ in Frankenthal. Wir haben uns als Arbeitskreis Umweltzahntechnik aktiv bei der Gestaltung beteiligt, haben Vorträge zu zahntechnischen Themen eingefügt und nun zum zweiten Mal unseren Ausstellungstand Umweltzahntechnik betreut. Dies nun auszuwerten ist uns für unsere weitere Arbeit sehr wichtig, um diese auch weiterhin breitgefächert interessant gestalten zu können. Hier beginnt eine erste Fragestellung schon bei der Themenwahl zu den Vorträgen. Sind die Themen für Kollegen und auch Zahnärzte interessant, sind sie praxisrelevant, konnten sie durch den Referenten gut vermittelt werden? Das sind durchaus Fragen, die wir uns vorab und im Nachhinein stellen, und diese Frage auch gern an sie weiterleiten möchten. Unseren Gesprächen nach den Vorträgen konnten wir jedenfalls ein großes Interesse an diesen Themen entnehmen. Dennoch sind wir gern für jegliche Anregungen offen.

Auch unser Ausstellungstand fand wieder großen Zuspruch. Es wurde wieder viel über die unterschiedlichen Materialien ausgetauscht und beraten, und der eine oder andere Kontakt hergestellt. Für uns als Arbeitskreis sind diese Gespräche auch ein wichtiger Anhaltspunkt für unsere weitere Arbeit. So können wir erkennen, wo es speziellen Informationsbedarf gibt, oder wie Kunden mit unseren Produkten im Praxisalltag zurechtkommen. Als Arbeitskreis können wir diese Informationen viel besser bündeln, um sie dann einer breiteren Masse zur Verfügung zu stellen. Sollten Sie auch zum Thema Ausstellung Anregungen haben, sprechen Sie uns gerne an.

Schon im September werden wir uns zu unserem nächsten Arbeitskreistreffen in der Zahntechnik Kipping & Zeitler in Regis-Breitingen treffen. Wir treffen uns beabsichtigt in den unterschiedlichen Laboren, um die unterschiedlichen Laborkonzepte kennenzulernen. Sicher ist das immer mit einigen Anfahrtswegen verbunden, dennoch ist solch ein Einblick auch immer ein reichlicher Wissensgewinn für jeden. Diesmal geht es um das Postcurriculum Berlin und auch schon wieder um die Gestaltung der nächsten Jahrestagung. Deswegen wären wir für die eine oder andere Anregung sehr dankbar. Um unseren Arbeitskreis ist auch eine kleine freundliche Gemeinschaft entstanden, welche schon so manch gemütlichen Abend zusammen verbracht hat. Vielleicht ist das auch das Geheimnis unseres kleinen Erfolgs.

Sie erreichen uns unter  akuzt@deguz.de

Ihr Zahntechnikermeister Sascha Kipping für den Arbeitskreis Umweltzahntechnik

4. Mitglieder informieren Mitglieder

Aktuelle Stellenanzeigen finden Sie hier: Stellenanzeigen, Annoncen
Haben Sie etwas zu verkünden? Suchen Sie Personal oder möchten Sie Ihre Praxis aufgeben/übergeben? Bitte senden Sie Ihre Anzeige in Textform oder als gestaltete PDF-Anzeige an info@deguz.de

5. Aktuelle Veranstaltungen


Veranstaltungstermine, Fortbildungen, Curriculum
 

Wir freuen uns auf Sie! Bei Fragen zu einzelnen Kursen wenden Sie sich bitte an unsere Kollegen aus der Geschäftsstelle: +49 (0)30 769 045 20