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DEGUZ Newsletter Ausgabe Nr. 4, Frühjahr 2018
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2. Laborresultate erklärt

Beeinflusst die therapeutische Gabe von Antihistaminika die Ergebnisse des Basophilen-Degranulationstests (BDT)?

Nein, da Antihistaminika als Histaminrezeptorenblocker lediglich die Wirkung des Histamins an deren Zielzellen blockieren, nicht aber die Aktivierung oder die Funktionalität der Mastzellen und basophilen Granulozyten. Im Falle einer vorliegenden Typ I Sensibilisierung lässt sich im Labor auch unter Antihistaminika die allergeninduzierte Histamin- aber auch Leukotrienfreisetzung problemlos bestimmen.

Eine mögliche Einschränkung der Auswertbarkeit können dagegen Mastzellstabilisatoren (Cromoglicinsäure, Nedocromilnatrium) haben. Diese sollten wenn möglich 7 Tage vor der Blutentnahme abgesetzt werden. Antihistaminika haben übrigens aus dem oben genannten Grund auch keinen Einfluss auf den Histaminspiegel im Blut, Mastzellstabilisatoren dagegen schon.

3. Offener Brief an Prof. Michael Walter, Präsident der DGZMK

Im Mai des letzten Jahres wurde von der DGZMK eine Presseerklärung herausgegeben, die auch in vielen Boulevardblättern zitiert wurde.  Aktuell finden sich immer noch Zusammenfassungen, z. B. beim ÄND, in den täglichen Newslettern.

Der Inhalt der Presseerklärung entspricht in keiner Form unseren Lehrinhalten, bzw. aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Presseerklärung

Nachdem nun überhaupt keine Diskussion von anderer Seite erfolgt ist, habe ich einen offenen Brief an die DGZMK verfasst. Es ist zu hoffen, dass eine Diskussion angeregt wird.

Offener Brief

4. Politik grundsätzlich einig über Amalgam-Verbot aus Umweltschutzgründen

Am 23. April 2018 fand in Berlin der zweite „Runde Tisch für quecksilberfreie Zahnmedizin“ statt. Mit dabei waren unter anderem die verantwortlichen Bundestagsabgeordneten der SPD und Grünen sowie Zahnmedizin-Expert*innen. Anlass war das Verbot für die Verwendung von Amalgamfüllungen bei Kindern und bei schwangeren sowie stillenden Frauen im Zuge der neuen Quecksilberrichtlinie der Europäischen Union, welches am 1. Juli 2018 in Kraft tritt. Verbraucherschützer*innen fordern jedoch ein generelles Amalgam-Verbot und erhielten Unterstützung der teilnehmenden Politiker*innen. Nur die Bundeszahnärztekammer blockiert noch. 

„Quecksilber hat in der modernen Zahnmedizin nichts mehr zu suchen“, sagte Florian Schulze, Vorsitzender der IG Umwelt Zahn Medizin. Die IG Umwelt Zahn Medizin fordert ein generelles Amalgamverbot spätestens ab dem 01. Juli 2020. „Wir arbeiten an einem generellen Amalgam-Verbot ab 2020. Jetzt ist zunächst wichtig, dass die neue EU-Verordnung konsequent umgesetzt wird“, so Schulze weiter. „Die Regelung ist sehr eng gefasst und kann nur in extrem seltenen Fällen umgangen werden. Jedes Vergehen ist strafbar. Darüber müssen Zahnärzte jetzt aber rechtzeitig und unmissverständlich aufgeklärt werden.“ 

Weitere Informationen und Statements finden Sie hier

5. Arbeitskreis Umwelt-ZahnTechnik

Eclipse-Rettungsanker bei MMA-Sensibilisierung?

Kunststoffe sind in den zahntechnischen Herstellungsprozessen und deren Endprodukten nicht mehr wegzudenken. Gerade im Bereich des herausnehmbaren Zahnersatzes spielen Basiskunststoffe die Hauptrolle. Polymethylmethacrylat, kurz PMMA, findet hier in einer großen Bandbreite als Basiskunststoff, in Zähnen, Tiefziehplatten und als Thermoplast Anwendung, und hat sich in all seinen Eigenschaften bewährt. Im polymerisierten Zustand enthält es je nach Herstellungsprozess zwischen 0,1 – 4 Prozent nicht polymerisierte Monomere in Form von Methylmethacrylat, kurz MMA. Diese Restmonomere ergeben bestimmte wichtige Eigenschaften wie z. B. die Reparaturfähigkeit, können aber auch Sensibilisierung des Patienten hervorrufen.

Für den Ersatz von PMMA als rosa Basiskunstoff gab es schon einige Ansätze der Industrie, welche aber nicht die wichtigen Eigenschaften eines PMMA-Kunststoffes erreichen konnten. Für unsere zahntechnische Herstellung und den späteren Tragekomfort des Patienten sind hier zum Beispiel eine gute Passung, gute Polierbarkeit, geringe Wasseraufnahme und Reparaturfähigkeit zu nennen. All diese Eigenschaften vereint unser bewährtes PMMA, alternative Kunststoffe können diese Eigenschaften meist nicht in vollem Umfang erfüllen, oder sind wegen ihrer geringen Relevanz vom Markt genommen worden.

Eine derzeitige Alternative zu PMMA bietet Eclipse der Firma Dentsply, welches die Eigenschaften des PMMA wenigstens in seinen Grundzügen erfüllt. Laut Herstellerangaben ist es MMA-frei und für die Herstellung von partiellen und totalen Prothesen, Schienen, KFO-Platten, sowie zur Fertigstellung von Modellgussgerüsten, auch aus PEEK, geeignet.

Eclipse ist in mehreren Rosafarben und transparent erhältlich, und somit auch für Schienen und KFO-Platten einzusetzen. In seiner Verarbeitung ähnelt es einem klebrigen Wachs, worin die Zähne aufgestellt werden können. Ein Konturmaterial ermöglicht das Ausmodellieren wie in der Wachstechnik. Die Polymerisation erfolgt in einem speziellen Lichthärtegerät. Im weiteren Arbeitsablauf ähnelt es einem Verblendkunststoff. Durch seine Klebrigkeit bedingt es einer sehr sauberen Arbeitsumgebung, um Schmutzeinschlüsse zu vermeiden. Bei großen Basen neigt es, bei zu vielen Polymerisationen, zu Verzügen. Brüche, Erweiterungen und Unterfütterungen lassen sich problemlos durchführen. Nach unserer Erfahrung hat es auch eine hohe Bruchstabilität.

In seiner Grundzusammensetzung besteht es aus Urethanacrylat mit Initiatoren für die Lichtpolymerisation, Stabilisatoren, Pigmenten und Acetatfasern. Genau hier liegt aber wieder unser aller Problem. Wir können zwar das eine Material durch das andere ersetzen, ob es dem Patienten damit besser geht, können wir erst nach Eingliederung durch unsere objektive Wahrnehmung einschätzen. Für eine genaue wissenschaftliche Untersuchung fehlen genaue Inhaltsangaben. In unserem Laboralltag hat sich Eclipse dennoch als Alternative für PMMA-sensible Patienten bewährt. Oft ist eine Verbesserung der Mundschleimhäute zu beobachten. Der Umgang und die Verarbeitung von Eclipse bedingt hohes Fachwissen, Genauigkeit und Sauberkeit. Mehr Informationen dazu zur nächsten Jahrestagung in Frankenthal im Vortrag „Problem MMA Sensibilisierung! Eclipse-Alternative zu PMMA-Erfahrung eines Anwenders“. Gern führen wir nach Absprache auch Technikerkurse zum Thema Eclipse durch.


Eclipse rosa Coverdenture

Eclipse rosa auf PEEK und Locatoren

Eclipse rosa auf PEEK-Basis


ZTM Sascha Kipping
Zahntechnische Meisterwerkstatt Kipping & Zeitler
info@zahntechnik-kipping-zeitler.de
Tel.: 034343 91130

6. Mitglieder informieren Mitglieder

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7. Aktuelle Veranstaltungen

Termine Curriculum 
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